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Europäische Zentralbank

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Europäische Zentralbank Artikel

Europäische Zentralbank Beschreibung
Europäische Zentralbank Beschreibung
Hochhaus der EZB in Frankfurt am Main

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist ein Organ der Europäischen Union und bildet mit den Noten-/Zentralbanken (NZBen) der EU das Europäische System der Zentralbanken (ESZB). Die EZB hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die EZB ist die gemeinsame Währungsbehörde der Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion.

Inhaltsverzeichnis
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Aufgaben und Absichte

Die Aufgaben der EZB sind in dem Maastrichter Vertrag festgelegt. Um sachgerecht und effizient arbeiten zu können, ist die EZB von politischer Einflussnahme unabhängig, was Kritiker jedoch stets wieder in Frage stellen.

Buch-Tipp: Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus 1933 - 1944 Der "Behemoth" ein großes und unbekanntes Werk Franz Neumann - ein vergessener deutscher SozialwissenschaftlerFranz Neumann (1900-1954) teilt das Schicksal vieler Emigranten, die - wie er - 1933 Deutschland verlassen mussten: Er ist trotz seiner wissenschaftlichen Verdienste ein Unbekannter, obwohl er mit seinem "Behemoth", den...

Geschichte

Die EZB wurde am 1.06 1998 die Nachfolgerin des Europäischen Währungsinstituts und wurde in dem Zuge der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion gegründet. 1998 wurde Wim Duisenberg gegen den französischen Mitbewerber Jean-Claude Trichet zu dem Präsident der Europäischen Zentralbank gewählt. Er erklärte allerdings schon zu Anfang, wahrscheinlich nicht die volle Amtszeit von 8 Jahren in dem Amt zu bleiben. An seinem 68. Geburtstag gab er sein Ausscheiden aus dem Präsidentenamt zu dem 9. Juli 2003 bekannt, dies wurde jedoch von den EU-Finanzministern abgelehnt - er solle bis zur ordnungsgemäßen Bestellung seines Nachfolgers zu dem Herbst 2003 in dem Amt verbleiben. Seit 1.11 2003 ist sein ehemaliger Mitbewerber Jean-Claude Trichet sein Nachfolger als Präsident der EZB.

Buch-Tipp: Das Geschlechtsleben der Wilden in Nordwest - Melanesien Das Buch "Das Geschlechtsleben der Wilden in Nordwest - Melanesien" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch.

Organe

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EZB-Direktorium (Exekutivorgan)

Das EZB-Direktorium setzt sich aus dem Präsidenten, einem Vizepräsident und 4 weiteren Mitgliedern zusammen und wird alle 8 Jahre gewählt, wobei eine Wiederwahl ausgeschlossen ist. Daraus resultiert, dass nicht alle EU-Staaten in dem Direktorium vertreten sein können. Die Mitglieder werden von den Staats- und Regierungschefs der Teilnehmerstaaten auf Empfehlung der Finanz- und Wirtschaftsminister gewählt. Es kümmert sich um die Durchführung der Beschlüsse des EZB-Rates und gibt dazu nötige Anweisungen an die Nationalen Zentralbanken weiter, die die Beschlüsse umsetzen müssen.

Vor der Arbeitsaufnahme am 1.07 1998 wurde der Niederländer Wim Duisenberg zu dem Präsidenten gewählt. Er wurde am 1.11 2003 vom Franzosen Jean-Claude Trichet abgelöst. Deutsches Mitglied in dem Direktorium ist Otmar Issing. Das Direktorium führt die Geschäfte der EZB und setzt die Beschlüsse des EZB-Rats um.

Buch-Tipp: Das große TEE-Buch. 50 Jahre Trans-Europ-Express Um ausführliche Informationen zum Buch "Das große TEE-Buch. 50 Jahre Trans-Europ-Express" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet.

EZB-Rat (Beschlussorgan)

Dem EZB-Rat gehören alle Mitglieder des Direktoriums und zusätzlich alle Präsidenten der Nationalen Zentralbanken der Euro-Mitgliedsstaaten (momentan 12) an. Er ist das oberste Beschlussorgan der EZB und trifft Entscheidungen mit einfacher Mehrheit, wobei jedes Mitglied eine Stimme hat. Er legt die Richtlinien der Geldpolitik fest und tagt in der Regel alle 14 Tage.

Buch-Tipp: Europa im frühen Mittelalter 500 - 1050 Hans-Werner Goetz, Europa in dem frühen Mittelalter 500-1050 Hans-Werner Goetz, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Hamburg,hat mit seiner Publikation „Europa in dem frühen Mittelalter 500-1050" (= Handbuch der Europäischen Geschichte, Bd. 2) einen universalen Überblick über das frühe Mittelalter vorgelegt. Geschichtsschreibung...

Erweiterter Rat der EZB

Der Erweiterte Rat besteht aus dem Präsidenten und Vizepräsidenten der EZB sowie den Präsidenten der Nationalen Zentralbanken aller EU-Staaten. In dem Erweiterten Rat werden unter anderem die Notenbankpräsidenten der Staaten ohne Euro offiziell über die Beschlüsse des EZB-Rates informiert, er wirkt bei der Erhebung statistischer Daten mit, und es wird über die Aufnahme weiterer Länder in die Währungsunion beraten. Der Rat tritt in der Regel einmal pro Quartal zusammen.

Buch-Tipp: Sozialistengesetz, Arbeiterbewegung und Demokratie Eine Beschreibung zum Buch "Sozialistengesetz, Arbeiterbewegung und Demokratie" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet.

Unabhängigkeit

Um seine Hauptaufgabe, die Gewährleistung der Preisstabilität, durchführen zu können, muss die EZB unabhängig von politischen oder anderen Einflüssen sein.

Man unterscheidet:

Buch-Tipp: TEE - Ikone der Luxuszüge Eisenbahngeschichte zu dem Anfassen Bereits kurz nachdem Krieg entstanden in ganz Europa Pläne, zu länderübergreifenden, schnellen Eisenbahnverbindungen. In dem Jahre 1957 gingen die ersten TEE - Trans Europ Express - in den fahrplanmäßigen Einsatz. Die SBB (Schweizer Bundes Bahn) hat jüngst eine TEE I Garnitur renoviert und als Museumszug in Dienst...

Operative oder Funktionelle Unabhängigkeit

Das bedeutet, dass die EZB bei der Entscheidung hinsichtlich der Methoden mit der sie ihren Auftrag durchführen möchte frei ist. Die Hauptaufgabe ist die Geldwertstabilität, die Wirtschaftspolitik darf ca. unterstützt werden, wenn dies zu keinem Konflikt mit dem primären Absicht führt.

Buch-Tipp: TEE-Züge in Deutschland Um ausführliche Informationen zum Buch "TEE-Züge in Deutschland" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet.

Institutionelle Unabhängigkeit

Das bedeutet, dass die EZB und die Nationalen Zentralbanken keine Weisungen aus der Politik erhalten dürfen. Die EZB darf nicht die Defizite in dem Haushalt der Gemeinschaft oder eines Mitgliedslandes finanzieren.

Buch-Tipp: TEE-Züge in der Schweiz. Sowie Schweizer TEE-Züge im Ausland Ein Buch aus vollen Zügen Den Autoren (Redaktion und Fotografie) ist es hervorragend gelungen, die Magie der TEE Maschinen einzufangen und den historischen Bogen zu spannen. Das zu dem Teil erstaunliche Bildmaterial und die engagierten Texte zeigen das profunde Wissen, kein Wunder bei einem pensionierten Direktor der DB als Autor. Kleine Fehlinterpretationen...

Finanzielle Unabhängigkeit

Das heißt, dass die EZB einen eigenen Haushalt hat und selbst über den Einsatz ihrer Mittel, mit denen sie von den Mitgliedsländern ausgestattet wird, entscheiden kann.

Buch-Tipp: Zur Kritik der Politischen Ökonomie. Einführung in das Kapital I Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Zur Kritik der Politischen Ökonomie. Einführungins Kapital I". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Personelle Unabhängigkeit

Um die Unabhängigkeit des Führungspersonals zu gewährleisten:

  • kann ein Mitglied des EZB-Rates ca. bei schwerwiegenden Gründen auf Antrag des EZB-Rates oder des Direktoriums durch den Europäischen Gerichtshof enthoben werden
  • ist eine zweite Amtszeit für Mitglieder des Direktoriums ausgeschlossen
  • wird das Führungspersonal für einen möglichst langen Zeitraum gewählt (EZB-Präsident: 8 Jahre, Präsidenten der Nationalen Zentralbanken mindestens 5 Jahre)

Geldpolitische Absichte

Ihr geldpolitisches Instrumentarium setzt die EZB ein, um das ihr in ihrem Statut gegebene Absicht der Preisstabilität zu erreichen. Dieses definiert sie als eine Inflationsrate in dem Euro-Raum, die unter aber nahe bei 2 Prozent liegt.

Um diese Absicht zu erreichen, verfolgt sie ein sog. Zwei-Säulen-Konzept. als Erste Säule beobachtet sie die Inflationsentwicklung selbst und Größen, die Einfluss auf die Inflation haben wie z.B. das Wirtschaftswachstum oder die Kreditnachfrage. Als Zweite Säule beobachtet sie die Entwicklung der Geldmenge, da ein übermäßig hohes Geldmengenwachstum langfristige Inflationsrisiken anzeigt. Als Referenzwert strebt die EZB eine jahresdurchschnittliche Ausweitung der Geldmenge um 4,5 Prozent an.

Diese Strategie gibt der EZB Spielraum, in einer schlechten wirtschaftlichen Lage mehr Geld an die Geschäftsbanken zu vergeben und die Zinsen zu senken, also eine expansive Geldpolitik zu betreiben, da aufgrund des kleinen Wirtschaftswachstums auch die Inflationsgefahren klein sind. Dann können Banken sich leichter refinanzieren, darum mehr Kredite vergeben und die Zinsen senken, was Investitionen und Konsum) stimuliert.

In einer Hochkonjunktur besteht hingegen die Gefahr, dass es zu einer stärkeren Inflation kommt. Dann betreibt die EZB eine kontraktive Geldpolitik, d.h. sie vergibt weniger Geld und erhöht ihre Zinsen, erschwert damit die Kreditvergabe, verteuert Investitionen.

Dies alles gilt stets unter der Voraussetzung, dass die aktuelle Inflation keine andere Politik nahelegt: Ist in einer wirtschaftlichen Schwächephase die Inflation hoch, so dürfte die EZB ihre Zinsen dennoch nicht senken.

Geldpolitische Instrumente

Unmittelbar beeinflussen kann die EZB ca. die Zinsen in dem Geschäft zwischen ihr und den Geschäftsbanken (sog. Notenbankzinsen). Da letztere günstigere oder ungünstigere Finanzierungsbedingungen aber an ihre Kunden weitergeben, ändern sich in Reaktion auch die Marktzinsen, und zwar zunächst die am Geldmarkt (kurzfristige Zinsen), dann auch die am Kapitalmarkt (langfristige Zinsen).

Sie sind das wichtigste Instrument der EZB und bilden den Mittelpunkt der Geldpolitik des ESZB. Sie dienen zur Steuerung der Zinsen, der Liquiditätslage und zu dem Aufzeigen des geldpolitischen Kurses. Die Initiative zu Offenmarktgeschäften geht von der EZB aus.

Das eindeutig wichtigste ist das Hauptrefinanzierungsinstrument (Haupttender). Den Zinssatz des Hauptrefinanzierungsinstruments bezeichnet man Leitzins. Er liegt derzeit bei 2%. Das andere wichtige sind die längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (Basistender).

Durch die Offenmarktgeschäfte erhalten die Geschäftsbanken den Großteil ihres Geldes gegen die Verpfändung von Sicherheiten (z.B. Wertpapiere). Die Transaktionen finden an einem Tag pro Woche (Hauptrefinanzierungsinstrument) beziehungsweise einmal in dem Monat (längerfristige Refin.) statt.

Außerdem gehören noch die Feinsteuerungsoperationen und die strukturellen Operationen (beides Schnelltender) in diesen Bereich.

Ständige Fazilitäten

Das sind die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität. Mit den Spitzenrefinanzierungsfazilitäten können die Geschäftsbanken sich kurzfristig (über Nacht) Geld besorgen, mit den Einlagefazilitäten Geld kurzfristig (über Nacht) anlegen. Der Zinssatz der Spitzenrefinanzierungsfazilität bildet die obere Grenze des Zinskorridors, die Einlagenfazilität bildet die untere Grenze des Zinskorridors.

Durch sie sind die Geschäftsbanken verpflichtet, einen bestimmten Prozentsatz (momentan 2%) ihrer Kundeneinlagen bei der EZB zu hinterlegen. Durch die Höhe des Zinssatzes kann die EZB die Menge des in dem Umlauf befindlichen Geldes steuern. Um Wettbewerbsnachteile für Banken auszugleichen erhalten diese Zinsen in der Höhe des Leitzinses.

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